Ich habe es einige Male erlebt, dass mich Menschen angerufen haben, weil ein naher Angehöriger im Sterben lag oder gerade gestorben war. Wir haben dann in einer kleinen 'Feierstunde' mit Gebet, gesprochenem Lied, Psalmlesung und Kerzen Abschied genommen. Das waren bewegende Momente. Mehr...

Bibelworte für Beerdigungen, die über die Todesanzeigen gesetzt werden können und über die bei der Trauerfeier gepredigt werden kann, finden Sie hier!

Gedenken

Gedenksteine errichten wir auf den Gräbern unserer Verstorbenen. Der Toten zu gedenken, hilft uns zum Leben. Das Grab wird besucht. Es wird inne gehalten - Stille: vielleicht ein stilles Gebet.
- Vielleicht eine Klage noch aus der Trauer und dem Schmerz über den Verlust heraus.
- Vielleicht schon ein Dankgebet, für die gemeinsame Zeit mit allen Höhen und Tiefen, Freude und Leid.
Orte des Gedenkens und der Trauer sind wichtig. Angehörige, die ihre Toten anonym haben beerdigen lassen, spüren hinterher oft sehr leidvoll, das ihnen ein ganz wichtiger Ort des Gedenkens fehlt.

Ich nehme sie wahr. Sie erschrecken mich: die aufgestellten Kreuze an unseren Straßen. Da ist ein Mensch tödlich verunglückt - oftmals sind es junge Menschen. Morgens sind sie vielleicht fröhlich aus dem Haus gegangen; wenig später waren sie tot. Andere sind verletzt oder verstümmelt - für ihr weiteres Leben gezeichnet.
Ganz schnell kann das auch mir passieren, jede und jeden von uns - durch eigene Unaufmerksamkeit oder durch das Verschulden anderer.
Mich erinnern die Gedenkkreuze an unseren Straßen auch an die Kriegsgräber - ganze Felder mit Kreuzen, die an die Opfer von Krieg, Terror, Flucht und Vertreibung erinnern. Zugleich ermahnen sie uns, alles zu tun, damit Krieg verhindert und dem Terror gewehrt wird.
Ebenso gilt es im Straßenverkehr vorausschauend zu fahren und Rücksicht zu nehmen, damit Unfälle vermieden und Menschenleben geschützt werden.
Das Bild links ist eine Gedenkstelle, die mir in der Schweiz aufgefallen ist. Wohl ein katholischer Mitchrist ist hier tödlich verunglückt - vielleicht war es noch ein Kind.

Manche Gedenkstellen an unseren Straßen sind wie kleine Grabstellen gestaltet. Die vielen Blumen geben Zeugnis: viele Angehörige sind es, die um diesen Menschen trauen. Zwischen den Blumen - leider nicht zu sehen - liegt ein kleiner Putten-Engel.
Erstaunlich für mich: die Gedenkstätten an unseren Straßen sind fast alle mit einem Kreuz geschmückt: Der gekreuzigte und auferstandene Christus ist uns nahe in Leid und Trauer, in Sterben und Tod. In ihm haben wir eine Hoffnung, die über den Tod hinausreicht ins ewige Leben.

  Du hast uns geschaffen, Gott,

zu dir

und unser Herz ist unruhig in uns
bis es zur Ruhe kommt

in dir.

(Augustinus)