Vom Polterabend am 24. Juli 1959 zum Hochzeitstag am 25. Juli war es anstrengend: Einige "Polterer" kamen erst nach der Arbeit; es war schon sehr spät. Dafür blieben sie recht lange. So musste das junge Paar noch in der Nacht vor der Hochzeit die Scherben zusammenkehren und wegbringen.
Anschließend blieb nicht mehr viel Zeit, sich zunächst für die Trauung auf dem Standesamt und danach die kirchliche Trauung zurecht zu machen.
Die Situation damals war sehr anders als heute: gefeiert werden konnte nur im engsten Familienkreis. Der "Festsaal" war die Wohnung der Brauteltern.

Goldene Festgemeinde

Zur Goldenen Hochzeit konnte in größerem Rahmen gefeiert werden; das war gut so und auch langfristig geplant. Musste doch die Feier der Silberne Hochzeit wegen eines Todesfalles im engsten Familienkreis ausfallen.
Trotz mancher Absagen auch zur Goldenen Hochzeit war schon zum Gottesdienst am 25. Juli 2009 um 11.00 Uhr in unserer Kirche St. Michael eine große Festgemeinde zusammen gekommen: Kinder und Enkel, Vewandte und Bekannte, die Nachbarn aus dem Distelweg, eine kleine aber feine Straße, in der gute Nachbarschaft gepflegt wird - auch Döpkes tragen mit dazu bei.

So fing es an

Kennengelernt haben sich beide in einem Elektrogeschäft. Brundhilde, damals noch Fischer, arbeitete dort als Verkäuferin und Wilhelm Döpke wurde als Elektriker angestellt. Ja, da hat es gefunkt!
Mit der Heirat ging es dann schneller als zunächst geplant: Wilhelm Döpke hatte bei einem Kraftwerk einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Dort konnte er eine Betriebswohnung bekommen - aber nur für Verheiratete.

Wohnungswechsel

Nach elf Jahren in Dortmund war die nächste Arbeitsstelle von Wilhelm Döpke das Kraftwerk in Landesbergen. Dort wurden auch die beiden Söhne geboren.
Aufgewachsen sind die Söhne aber vor allem in Lehrte, wo Wilhelm Döpke am dortigen Kraftwerk eine Stelle als Meister bekommen konnte - natürlich nach entsprechender Fortbildung.
Als der damalige Arbeitgeber anfind, die Betriebswohnung zu verkaufen, gingen auch Döpkes auf Wohnungssuche, sich eine Haus zu kaufen. Von den ehemaligen Betriebswohnungen war nichts zu bekommen. So zog das Ehepaar nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben nach Hannover und vor 11 Jahren in den Distelweg.

Als Bibelwort für ihre Goldene Hochzeit hatte das Goldene Paar sich Psalm 27, Vers 1 ausgewählt:

Der Vers ist ein Wort des Vertrauens in die Gemeinschaft mit Gott. Er gibt uns Licht auf unserem Lebensweg, so dass wir den zu einem erfüllten und reichen Leben finden und gehen können, zu einem Leben aus der Kraft Gottes.
In die gemeinschaft mit Gott ist eingebettet, wie wir Menschen untereinander Gemeinschaft pflegen und gestalten und uns dadurch das Leben gegenseitig bereichern.
Die beiden Söhne haben inzwischen ihre je eigene Familie, zu der nun auch drei Enkelkinder gehören.