Was droben ist

Am 19. August 1960 haben Klaus und Erika Kolbe in der Kirche in Brelingen in der Wedemark geheiratet. Als Trauspruch wurde ihnen Kolosser 3,2 zugesprochen: “Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist.“
Gut, dass beide das Fest ihrer Goldenen Hochzeit mit einem Gottesdienst in St. Michael begonnen haben. An der Altarwand unserer Kirche ist vor Augen, worauf der Trauspruch abzielt: der auferstandene und erhöhte Herr, Jesus Christus. Ziel ist das Leben, ewiges Leben mit dem Auferstandenen Christus in Gottes neuer Welt. Dabei geht es zunächst um unser Leben hier auf der Erde: Es gilt zu lassen und zu meiden, was der Kolosserbrief weniger Verse später in einem “Lasterkatalog“ zusammenstellt: alle Boshaftigkeit, zu denen Menschen fähig sind, das Böse, mit dem sie sich gegenseitig schaden oder gar vernichten. Es gilt, aus erfahrenen Liebe Gottes heraus zu leben, die Liebe im eigenen Leben wirken zu lassen und zu tun, was in einem folgenden “Tugendkatalog“ zusammengestellt ist: einander achten, ehren und lieben, sich vertragen und einander vergeben.
50 Jahre haben Erika und Klaus Kolbe sich vertragen und das Leben gemeinsam gestaltet. Ihre drei Kinder wurden geboren. Die Familie zog aus beruflichen Gründen nach Drakenburg und später ins Nienburger Nordertor. Beide sind seit einigen Jahren ehrenamtlich in unserer Gemeinde aktiv, vornehmlich im Team der Suppenküche.
Den Gottesdienst zu ihrer goldenen Hochzeit haben viele mitgestaltet: Kirchenkreiskantor Hartmut Reußwig als Organist, der Nienburger Frauenchor hat drei Lieder gesungen, der „Seniorenchor“ St. Michael hat sich mit einem Segenslied eingebracht.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle zu einem Empfang im Eingangsbereich der Kirche eingeladen, vorbereitet und durchgeführt vom Team der Suppenküche.