Vor 45 Jahren haben Erna und Manfred Weber 1963 im Dezember geheiratet. Der damalige Pastor an St. Michael hat ihnen die kirchliche Trauung verwehrt; das tat weh und schmerzt noch bis heute. Aber, die Ablehnung der kirchlichen Trauung sollte nicht das kirchlich letzte Wort sein. Erna und Manfred Weber wollten schon immer mit dem Segen Gottes und der Kirche ihr gemeinsames Leben gestalten. Am 3. Advent 2008 war es so weit.

Im Hauptgottesdienst der Gemeinde an diesem Tag wurde als Predigttext der Vers gewählt, den Erna Weber als Konfirmationsspruch zugesprochen worden war und der sie im Leben begleitet:

2. Timotheus 1,12


Erna und Manfred Weber war es zunächst wichtig, bei diesem Fest Gott zu danken für die 45 gemeinsamen Jahre. Sie waren geprägt von viel Arbeit, guter Gemeinschaft mit Verwandten und vielen Freunden, Gesundheit und Krankheit und vieles mehr.

So lässt sich das, "was mir beigelegt" ist beziehen auf alles, was einem im Leben widerfährt und geschenkt wird, was das Leben reich und erfüllt sein lässt. In allem ist es Gott, der uns in seiner Hand hält, uns durchs Leben begleitet und uns bewahrt in Leid und Not. Dafür gilt es zu danken.

Im Zusammenhang der Bibelstelle im 2. Timotheus geht es aber um das "Wort Gottes", das dem Apostel Paulus anvertraut ist. Obwohl er selbst, als er den Brief schreibt, im Gefängnis sitzt, wegen seines Glaubens an Jesus Christus und weil er von diesem Jesus überall predigt. Aber er ist sich seines Glaubens an Jesus Christus gewiss und vertraut darauf, dass Gottes Wort durch Menschen nicht vernichtet werden kann.

Segenshandlung

 
Nach der Predigt haben sich Erna und Manfred Weber das Eheversprechen gegeben:

Sie wollen weiterhin auf Gottes Güte vertrauen und miteinander nach Gottes Willen leben.
Sie wollen in Freude und Leid zusammenhalten ihr Leben lang.
Sie wollen weiterhin gemeinsam für andere Menschen da sein und tun, was dem Frieden dient.