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Glasgang und Taufkapelle

Der Gottesdienst am 28. Juni 2009 war gut besucht. In Glasgang und Taufkapelle waren alle Plätze besetzt - auch einige noch schnell herbeigeholte Stühle.
Das hatte zwei Gründe:

Die Kirche St. Michael mit ihrem Glasgang und der Taufkapelle wurden in die Verkündigung einbezogen:
Die Taufkapelle ist der Kirche vorgelagert. Auf den beiden Bänken saßen die Tauffamilien - rechts und links vom Taufbecken. Die Gemeinde hatte im Glasgang Platz genommen.
Nach der Begrüßung wurde - ohne Begleitung durch ein Instrument - das Lied gesungen:

"Ich singe dir mit Herz und Mund.
Herr, meines Herzens Lust.
Ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von dir bewußt."

Der kräftige Gesang erfüllte den niedrigen Raum.

Die Taufe zielt auf Rettung und Heil, Licht und Leben. Die Kirche St. Michael unterstreicht dies:
In die dunkle Taufkapelle dürfen wir alles mitnehmen, was unser Leben verdüstert und belastet an Leid und Not, Sünde und Schuld; es soll in der Taufe untergehen und abgewaschen werden. Und als getaufte Christen steigen wir dann mit Christus auf aus dem Dunkel zum Licht, aus dem Untergang als Gerettete, vom Tod bedroht zum Leben.
Das Buntglasfenster mit der Arche Noah in der Taufkapelle und der Türgriff am Eingang zur Kirche von der Taufkapelle her - der Fisch spuckt den Propheten Jona an Land - verdeutlichen die Bedeutung der Taufe.
Wichtig sind auch die 10 Kerzen in der Taufkapelle; sie stehen für die 10 Gebote; handeln wir nach den Geboten, können wir uns das Leben gegenseitig heller machen und stoßen nicht einer den anderen in Dunkel und Unheil.
Von Eltern und Paten wurden die 10 Gebote vorgelesen.

Taufhandlung

Bevor die drei Kinder nacheinander getauft wurden, haben Paten oder Eltern versprochen, ihre Kinder christlich zu erziehen, ihnen von Jesus Christus zu erzählen und ihnen zu helfen, in die christliche Gemeinde hineinzuwachsen, damit sie darin heimisch werden.
Nach dem Gottesdienst wurde das Foto aufgenommen mit Janek auf dem Arm seiner Patentante Kathrin Apostel, seinem Paten Joseph Nounla und seinen Eltern Daniel Alteruthemeyer und Veronika Alteruthemeyer-Beck.

Lukas und Emilia Wacker gehen schon in den Kindergarten St. Michael; hier sind sie zu sehen mit ihren Eltern Silke und Knuth Wacker und Emilias Paten Elke Schütte und Kerstin Öhrke. Der Pate von Lukas, Dieter Schütte, ist leider nicht mit aufs Bild gekommen.

Wenn Du mit dem Zeiger der Maus über das Gruppenbild unten fährst, sagen Dir Emilia, Lucas und Janek ihren Taufspruch.


Umzug in die Kirche

Nach der eigentlichen Taufhandlung zog die große Gemeinde zu Orgelmusik in die Kirche ein. Nach der Familensegnung folgte die Predigt über das Tauflied:
"Vergiss es nie: dass du lebst, war keine eigene Idee, und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie: dass du lebst war eines anderen Idee, und dass du atmest, sein Geschenk an dich."
Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, du bist du. Ja, du bist du.
Das Lied hat die Gemeinde vor der Taufhandlung, von Dorthe Göbel auf der Gitarre begleitet, noch im Glasgang gesungen.

"Du bist Du!" Jeder Mensch ist einmalig und einzigartig. Von Gott so gedacht und gewollt. Darum können wir Menschen auf gleicher Augenhöhe miteinder das Leben gestalten - egal

Jede und jeder darf sich als Menschen und jedes seiner Gliedmaßen oder Organe als "Spitzenprodukt" der Schöpfung Gottes ansehen und sich darüber freuen.
Das macht uns untereinander gleich wichtig und gleich wertig.
Mehr noch: durch die Taufe sind wir auch mit Gott auf Du und Du, können auf gleicher Augenhöhe mit ihm reden, ihn loben, preisen und danken, ihm unser Leid klagen, ihn um Hilfe bitten, ihm sagen, was uns bewegt und umtreibt.