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Familie Schmidt

Fünf Taufkerzen zierten den Rand des Taufbeckens.
Am 29. Mai wurde Frau Irene Schmidt getauft und mit ihr auch ihre beiden Töchter Christina und Isabella. Hinzu kamen noch eine Nichte und ein Neffe aus Hannover-Isernhagen.
Es war der Sonntag mit dem Abschluss des Kirchentages in Hannover. So wurde über den Text gepredigt, aus dem die Kirchentagslosung stammt, 5. Mose 6, 20-25:

20 Wenn eure Kinder später fragen, wozu all die Weisungen, Gebote und Rechtsbestimmungen gut sind, die ihr vom HERRN, eurem Gott, bekommen habt,
21 dann gebt ihnen zur Antwort:
»Als Sklaven mußten wir dem König von Ägypten dienen, doch der HERR befreite uns mit seinem starken Arm.
22 Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie er durch seine staunenswerten Wundertaten Verderben über den Pharao und seine Familie und über alle Ägypter brachte.
23 Uns aber hat er aus Ägypten herausgeführt und in dieses Land gebracht, das er unseren Vorfahren versprochen hatte.
24 Er hat uns befohlen, ihn, unseren Gott, ernst zu nehmen und alle diese Gebote zu befolgen, damit es uns gutgeht und er uns am Leben erhalten kann, wie das heute tatsächlich der Fall ist.
25 Wir antworten in der rechten Weise auf das, was der HERR für uns getan hat, wenn wir alles genau befolgen, was er, unser Gott, uns befohlen hat.


Das ist Aufgabe von Eltern, Paten und Gemeinden. Wir sollen unseren Kindern Geschichten des Lebens erzählen. Diese Geschichten sind so zu erzählen, dass es Geschichten des Glaubens, Geschichten mit Gott sind.
Gerade so hatte ich Familie Schmidt auch ihre Geschichte erzählen gehört. Vor ungefähr drei Jahren sind sie nach Deutschland gezogen. Der Aufbruch in Rußland, die Umstellung auf die Lebensverhältnisse in Deutschland. Vieles war und ist schwer; vieles ist hier in Deutschland einfacher und schöner. Hoffnung auf mehr Lebensmöglichkeiten ist groß. Dieser Weg ist ein Weg, den Gott die Familie geführt hat durch viel Zufälliges und Gewolltes hindurch.
Es ist gut, die eigene Geschichte mit den weiten Wegen als Geschichte mit Gott lebendig zu erhalten und immer wieder zu erzählen.