Gott will das Leben.
Am 11. Juni haben wir einen Familiengottesdienst gefeiert. Die Mitarbeiterinnen unserer Kindertagesstätte und die Kinder hatten ihn intensiv vorbereitet. Sie haben ihn zum großen Teil auch gestaltet.
Der Gottesdienst ist eingebettet in eine Reihe von Gottesdiensten, die wir regelmäßig mit dem Kindergarten feiern - jeweils am letzten Freitag im Monat.
In diesem Jahr dient uns ein Bilderfries als Grundlage; er zeigt die Heilsgeschichte Gottes mit uns Menschen. Viele biblische Gischichten sind darin aufgenommen und in zum Teil ungewohnter Weise zusammengestellt.
Gott rettet die Seinen, er will das wir leben. Das macht die Geschichte Gottes mit seinem Volk deutlich. Durch Moses hat er Israel aus Ägypten befreit, aus Sklaverei und Knechtschaft erlöst. Moses führt im Namen Gottes Israel durch die Wüste. Er stillt ihren Hunger; er löscht ihren Durst.
Doch jede Unregelmäßigkeit löst Angst aus. Jede ungewohnte Situation läßt die Menschen murren.

Unser Gott - wer ist das?

Die Israeliten lagern sich in der Wüste. Mose steigt auf den Gottesberg, mit Gott zu reden.
Aber Moses bleibt lange weg. Die Menschen hören und sehen nichts von ihm. Wer weiß? Vielleicht ist er umgekommen? Und unseren Gott, von dem ja Moses immer erzählt hat, vielleicht gibt es den gar nicht. Wir können ihn ohnehin nicht sehen, nicht anfassen, nicht begreifen.
Die Menschen beschließen: Wir machen uns einen Gott, den wir immer bei uns tragen können, den wir sehen, den wir berühren können.
Sie tragen all ihren Goldschmuck zusammen, schmelzen ihn ein und machen daraus ein "Goldenes Kalb". Das ist unser Gott! Die Menschen tanzen, jubeln und singen.

Moses kehrt zurück

Moses kommt vom Berg herab. Er sieht die Menschen feiern. Sie beten ein goldenes Kalb an; sie haben sich von dem Gott abgewandt, der sie aus Ägypten befreit hat.
Moses hat zwei steinerne Tafeln dabei. Auf ihnen stehen die zehn Gebote. Vor Wut schmeißt er die Tafeln zu Boden; sie zerspringen. Er stößt den goldenen Stier von seinem Podest. Er redet den Menschen ins Gewissen. Sie sehen ihre Sünde ein, bereuen sie und versprechen Gott treu zu sein.
Die 10 Gebote sind das Dokument einer Vereinbarung zwischen Gott und den Menschen:
"Ich führe und leite, schütze und bewahre euch", verspricht Gott.
"Wir tun deinen Willen und leben nach deinen Geboten", versprechen die Menschen.
Und wer nach Gottes Geboten lebt, dem steht das Leben offen bin hinein in die Ewigkeit.
Eigentlich reicht das eine Gebot, das Erste: "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir."
Wer an Gott glaubt, der sieht seinen Mitmenschen als Ebenbild Gottes. Er ist von Gott geliebt und meiner Ehre wert. Jede und jeder ist einmalig und einzigartig.

Mittagessen und Abwasch

Vor dem Gottesdienst haben Frau Hellmann, Margarete Patz und Mitarbeiterinnen des Kindergartens im Gemeindehaus und auf der angrenzenden Terasse die Tische gedeckt und festlich geschmückt. Pünktlich um 11.00 Uhr wurde die Suppe geliefert. Das Fladenbrot war schon aufgebacken.
Die große Zahl der Essensgäste - jung und alt, klein und groß - wurde satt.
Das sonnige Wetter lockte die Menschen - so war es auch geplant - bald nach Hause, um den Nachmittag weiter zu gestalten.

Zu tun gab es den ganzen Vormittag: nach dem gemeinsamen Essen wurde alles Geschirr und Besteck wieder abgewaschen und in die Schränke und Schubladen eingeräumt. Zum Glück gab es viele fleißge Hände.
Und bei der Arbeit konnte man ja auch noch gut miteinander reden.
Suppe war so reichlich besorgt, dass die Kinder in der Tagesstätte auch morgen noch davon satt werden.