1959 konfirmiert
Am 15. März wurden 1959 mehr als 80 Jungen und Mädchen in St. Michael konfirmiert. Pastor Werwath hatte großen Wert darauf gelegt, dass die Mädchen weiße Kleider trugen. So sind nur noch wenige Mädchen in schwarzem Kleid konfirmiert worden. In anderen Gemeinden war noch die "alte Kleiderordnung" - ganz in Schwarz - üblich.
Und, wer hätte das gedacht: eines der weißen Konfirmationskleider hat die 50 Jahre überlebt. Gitta Eggers hat ihr Konfirmationskleid gut aufbewahrt und zum 50-jährigen Jubiläum mitgebracht. Den Wunsch vieler Mitkonfirmanden, es doch mal an zu ziehen, konnte sie leider nicht nachkommen; es paßte nicht mehr.
Weißes Konfirmationskleid von Gitta Eggers
Silberne Konfirmation 1984
Zur silbernen Konfirmation war auch Pastor Werwath noch einmal in seine erste Gemeinde St. Michael gekommen. Er hat den Gottesdienst mit seinen früheren Konfirmanden nach 25 Jahren gefeiert und sich mit auf das Gruppenfoto gestellt.
Vergleicht man die Fotos von 1959 und 1984, so ist ein großer Schwund an Personen unverkennbar.
Zur Goldenen Konfirmation ist die Zahl der Jubilare, die dieses ihr Fest gefeiert haben, nicht weiter geschrumpft; trotzdem hätten rein theoretisch noch 50 Personen mehr dieses Fest am 15. März 2009 als ihr Jubiläum feiern können.
Ich bin der Herr.
Als Überschrift für das Konfirmationsjubiläum wurde der Monatsspruch für März gewählt:
- Gott spricht: "Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Ich bin der Herr." (3. Mose 19,18)
Festlicher Gottesdienst
Ja, da war doch was?!
Dieses Bibelwort ist eine Zusammenfasung der 10 Gebote. Wären die Jubilare nach 50 Jahren nach den 10 Geboten gefragt worden, sie hätten sie sicher noch - mit Martin Luthers Erklärung - aufsagen können. Pastor Werwath hatte sicher nicht locker gelassen, bis alle die Gebote konnten.
Dieser Vers ist zugleich ein kritisch Korrektiv gegen alle selbstherrlichen Menschen und Machthaber, die aus politischen oder religiösen Gründen sich selbst zu Herren aufspielen und sich damit an die Stelle Gottes setzen. Was Sie Menschen und Völkern bringen sind meist Gewalt und Terror, Krieg, Zerstörung und Tod.
Gott ist der Herr!
Darum sollen Menschen und Völkker einander auf Augenhöhe begegnen, mit Respekt und gegenseitiger Achtung und den Nächsten lieben wie sich selbst, egal, ob der Nächste ein Freund, ein Fremder oder ein Feind ist.
Wie anders könnte unsere Welt aussehen, wenn alle Menschen danach ihr Leben und die Gemeinschaft mit anderen Menschen gestalten würden: Menschen setzen sich für das ein, was das Leben fördert und nicht für das, was den Tod bringt.
Brüderschaft
Der Männergesangverein trägt gleichsam in seinem Namen das, was Gott im Monatsspruch März von uns Menschen erwartet: "Brüderschaft".
Die Sänger haben den Gottesdienst musikalisch mitgestaltet und drei Lieder vorgetragen:
- Am kühlenden Morgen
- Zum Gloria
- Zum Schlusse
Mit dem kräftigen Gesang der Gemeinde und Kirchenkreiskantor Hartmut Reußwig an der Orgel war es ein festlich musikalischer Gottesdienst.
Zur Erinnerung an den Festtag bekamen die Jubilare eine Urkunde mit dem Bild des erhöhten Christus in der Mandorla der Altarwand. Gemeinsam mit der Gemeinde waren alle zum Abendmahl eingeladen.
Nach dem Gottesdienst wurde das Jubiläum im Gemeindehaus weiter gefeiert:
Zunächst hatten die Damen des Teams der Suppenküche einen Sektempfang vorbereitet. An den Stehtischen hatten sich die Jubilare und ihre Ehepartner schon sehr viel zu erzählen - hier einige Fotos:
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Festliches Mittagessen
Schon am Vorabend hatten Erna Weber, Irma Thomas, Erika Kolbe und Ingeborg Krone die Gemeinderäume festlich geschmückt und die Tische gedeckt. Am Sonntag waren sie lange vor dem Gottesdienst wieder da und haben das Mittagessen vorbereitet. Jede brachte mindestens zwei Torten oder Kuchen mit - selbstgebacken.
Lecker
Nach Brot mit Kräuterbutter gab es eine leckere Gemüsesuppe - von Erna Weber gekocht. Als Hauptgericht gab es zu Reis und Geschnetzeltem verschiedene Salate - köstlich und lecker.
Die Puddings und das Eis mit heißen Früchten zum Nachtisch waren natürlich auch aus "eigener Produktion".
Bevor es am späten Nachmittag an den großen Abwasch ging, hatte auch das Küchenteam eine Pause zur Stärkung mit selbstgebackenem Kuchen verdient. Manfred Tippach und Klaus Kolbe fassten tüchtig mit an.
Am Abend hatten die Damen und Herren einen neun-stündigen Arbeitstag hinter sich. Ihnen wurde herzlich für die Arbeit, die von ihnen geopferte Zeit und den herrlichen Tag gedankt.
Kirchenführung
Zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken war etwas Bewegung angesagt: um 13.30 Uhr wurde zu einer Kirchenführung eingeladen. Ein besonderer Gast gesellte sich zu den Jubilaren: Herr Hausmann, Künstler aus Hamburg, hatte 1957 die beiden Dickglasfenster - in der Sakristei der Thron Salomos und in der Taufkapelle die Arche Noah - gefertigt. Es waren seine ersten Kunstwerke in dieser besonderen Fertigungsart. Das ungefähr drei Zentimeter dicke Glas bündelt das Licht so, dass auch die Farben auch leuchten, wenn keine Sonne von außen drauf scheint. Besonders schwierig war es, das passende Material für die Einfassung zu finden: die Dehnung von Glas und normalen Beton ist bei Temperaturschwankungen sehr unterschiedlich und die Fenster wurden zerspringen. Es musste viel experimentiert werden.
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Danke
Bei der Suppenküche am 28. März hat sich Gitta Eggers im Namen der Jubilare bei den Mitgliedern des Suppenteams bedankt, die den Tag mit einem so festlichen Essen gestaltet haben - mehr














