Einladung gut angenommen

Mehr als 70 Menschen hatten sich zum gemeinsamen Frühstücken im Nordertor einladen lassen. In ihrer Andacht wies Vikarin Nicole Fröchtenicht auf den Segen der Arbeit hin: Arbeit zu haben, gehört auch zur Würde eines Menschen. Die Arbeit dient dem Lebensunterhalt der eigenen Familie und stärkt die Gesellschaft. In unserer heutigen Zeit sind die Arbeitsprozesse weltweit ineinander verflochten: Es gibt kaum noch einen Menschen, der einen Gegenstand für den Verkauf alleine herstellt, vielmehr werden zum Beispiel die Autos, die in Deutschland produziert werden, aus Teilen zusammengebaut, die an verschiedenen Orten in der Welt gefertigt werden.

Unser Team - mit Teamgeist

Für das Frühstück hatten Erna Weber, Ingeborg Krone, Erika Kolbe und Irma Thomas ein reichhaltiges Buffet aufgebaut. Alle konnten so viel essen, dass zum Mittag die Küche zu Hause kalt blieb. Es hat vorzüglich geschmeckt und von den Resten konnten sich Gäste zusätzlich etwas mitnehmen, so dass auch für das Abendessen schon einmal gesorgt war.

Traditionen pflegen

Als alle satt waren, gab Rolf Warnecke einen kurzen historischen Rückblick auf das Nienburger Nordertor und die Traditionen zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit. Seit der vorletzten Jahrhundertwende wurde der Norden der Stadt immer stärker von Industriebetrieben geprägt, den Glasfabriken, der Kali-Chemie und anderen. So wohnten in diesem Beriech auch viele Arbeiterfamilien. Die Kali-Chemie hatte die Siedlung in der Martinsheide als Wohngebiet für die Familien ihrer Arbeiter in den 50.er Jahren des vorigen Jahrhunderts sehr gefördert.
“Zum 1. Mai versammelten sich die Arbeiter, frühstückten gemeinsam und zogen dann vor die Fabriktore“, so Rolf Warnecke, “um ihre Forderungen kund zu tun. Inzwischen hat sich unsere Gesellschaft sehr gewandelt. Es ist aber gut, und die Resonanz auf das Angebot zeigt dies, dass das Suppenküchenteam um Erna Weber und der Kirchenvorstand von St. Michael alte Traditionen des Nordertors neu mit Leben füllen. Bei den Menschen kommt dies sehr gut an!“