Festessen
Es muss nicht immer Kaviar sein. Nein, das gibt es bei uns ohnehin nicht.
Es muss auch nicht immer nur Suppe sein - obwohl sie lecker schmeckt.
Es sollte mal was herzhaftes und kräftiges sein: ein Gänsebraten.
Sehr gezielt war zu einem Abendessen eingeladen worden, damit auch berufstätige Menschen die Möglichkeit haben, sich den Festbraten schmecken zu lassen.
In der Begrüßung wurde auf die Martinsgans hingewiesen:
- die Legende erzählt, dass die Gänse mit ihrem Geschnatter Martin verraten haben. Er hatte sich versteckt. Die Menschen wollten ihn zum Bischof ihrer Stadt Tour machen; er sah sich überfordert - und wurde es, verraten durch die Gänse - dann doch.
- Über lange Zeit war es üblich, bei denen, die es sich leisten konnten, am Martinstag noch einem ein richtiges kräftiges Essen mit Gänsefleisch zu verspeisen; danach begann dann die ehemals sechswöchige Fastenzeit auf Weihnachten hin. Zu diesem Fest wird ja noch heute gern die Weihnachtsgans verzehrt.
- Am Ende des Wirtschaftsjahres gehörte die Gans zu den Abgaben an Lebensmitteln - an den Lehnherren oder auch an den Pastor. (Siehe den Roman: Die Heiden von Kummerow - nicht "Komarow")
- Die Gans ist Symbol der Wachsamkeit. 386 vor Christus haben die Gänse das Kapitol in Rom gerettet; durch ihr lautes Schnattern haben sie es vor der Eroberung durch die Kelten bewahrt.
So gehen wir, gestärkt durch Gänsebraten wachsam in die kommende Zeit - mit Volkstrauertag und Totensonntag
- mit Volkstrauertag und Totensonntag
- Advent und Weihnachten
- ins neue Jahr 2009
Das Essen mit Klößen, Kartoffeln, Rotkohl und Gänsebrust, dazu Wasser und Wein war reichlich und lecker. Den mehr als 60 Essensgästen hat es vorzüglich geschmeckt. Und als alle satt waren, war das Geschnatter an den Tischen groß.
Willi Biermann als Organisator bedankte sich bei dem Suppenküchenteam, die die Tische festlich gedeckt und alles vorbereitet haben. Sie haben auch für einen guten Nachtisch gesorgt.
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