Weltgebetstag 2010
Im Jahr 2010 wird der Weltegebetstag wieder in der Kirche St. Michael stattfinden. Er wird wie gewohnt am 1. Freitag im März gefeiert.
Eine Gruppe von Frauen aus verschiedenen Gemeinden haben sich zusammengefunden und mit der Vorbereitung begonnen. Am Gottesdienst in St. Michael sind die Ev.-luth. Kirchengemeinden St. Martin und Kreuzkriche, dazu die Katholische Gemeinde und die Gemeinde der Baptisten beteiligt.
Das Programm für Freitag, den 5. März 2010 sieht wir folgt aus:
- 18.00 Uhr: Informationen zum Land Kamerun in Wort und Bild
- 19.00 Uhr: Gottesdienst zum Weltgebetstag - "Alles, was Atem hat, lobe Gott."
- 20.00 Uhr: Kamerunischer Imbiß
Kamerun - ein Afrikanisches Land
Die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag 2010 kommt aus Kamerun. Die Republik nennt sich selbst “Afrika im Kleinen“. Kamerun hat alles: schwarze Vulkanstrände, ursprünglichen Regenwald, Wasserfälle, Mangrovensümpfe, Hochgebirge, Seen, Savanne und Sahelzone. Es gibt in dem Land von der Größe Schwedens ungefähr 200 Volksgruppen und Sprachen. Offiziell wird allerdings Englisch (20%) oder Französisch (80) gesprochen.
In Kamerun leben ungefähr 18 Millionen Menschen, von denen die Hälfte christlich geprägt sind. 40 % gehören animistischen Religionen an und 20 % sind Moslems. Hexerei und Zauberei sind weit verbreitet. Allerdings gibt es kaum religiöse oder ethnische Konflikte; daher ist Kamerun politisch recht stabil. Allerdings ist die Korruption ein schlimmes Übel in dem Land, dass durch den Gegensatz von Arm und Reich tief gespalten ist.
Von 1884 bis 1918 galt Kamerun als “Deutsches Schutzgebiet“; später wurde es zwischen England und Frankreich aufgeteilt und ist sein 1960 unabhängig. Doch von den Reichtümer des Landes wie Holz, Bodenschätze, Öl, Kaffee und Bananen profitieren nur wenige Menschen; mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Immerhin haben fast 80 % Lesen und Schreiben gelernt. Doch wer gut ausgebildet ist, sucht seine Chance im Ausland.
Alles, was Atem hat, lobe Gott!? Die Frauen, die den Gottesdienst vorbereitet haben, wollen Gott loben; er hat ihnen das Leben geschenkt und den Atem, mit dem sie immer wieder neu Hoffnung schöpfen können und Kraft finden, ihre Welt zum Guten zu verändern.
Wer jammert sieht jämmerlich aus; darum wollen die Frauen sich freuen, weil sie sich in der Liebe Gottes geborgen fühlen. Und am Weltgebetstag wollen sie viele Menschen auf der Welt mitreißen in einem großen Freudentanz zum Lobe Gottes.







