Mit der Sense mähen

Die Mähdrescher stehen still. Das Getreide ist lange reif. Der ständige Regen läßt keine Erntearbeiten zu.
Mitte August haben sich Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher zum 'Ernteeinsatz' auf einem Bauernhof auf den Weg gemacht. Mit Sense und Anhänger ging es los, einem Landwirt zu helfen, die Ernte einzubringen.
Zunächst wurde Roggen gemäht. Mit einer normalen Sense für Gras gar nicht so einfach. Denn das gemähte Getreide liegt nicht gut zusammen. Trotzdem ging es voran. Allerdings war auch zu merken, dass das Mähen mit der Sense für den Pastor keine alltägliche Arbeit ist und die Übung fehlt.

Viele fleißige Hände

Zwei Mann haben mit der Sense gemäht - hier Theodor Martius, Landwirt in Groß-Sehlingen bei Verden, ein Cousin von Pastor Heinrich Schulze.
Viele fließige Hände - Horst Prüfer, Maria Schulze-Bosshard und Wolfgang Holz - haben das Getreide zusammengelegt und zu Garben gebunden.
Auf diesem Feld wird Triticale gemäht, eine Kreuzung aus Roggen und Weizen.

Sense schärfen

Mit einer Sense zu mähen braucht viel Geschick - und eine scharfe Sense.
Früher wurden die Sensen vor jedem Einsatz "gedengelt". Die Schneide wurde auf einen Eisenkopf gelegt und mit der schmalen Seite eines Hammers platt geklopft und damit geschärft. Heute findet man kaum noch die 'Dengelsteine' mit dem Eisenkopf. Und wer könnte eine Sense noch auf diese Weise schärfen. Die Gefahr wäre groß, dass sie gar nicht mehr zu gebrauchen ist.
Allerdings wird eine Sense in kurzen Abständen immer wieder geschärft, in dem man mit einem Streicher beidseitig daran langstreicht. Dieser Streicher wirkt wie Sandpapier - ist wohl auch mit feinem Sand beschichtet.

Ein Fuder Getreide

Wolfgang Holz und Karin Lünstedt binden hier Weizen zu Garben zusammen.
Insgesamt haben wir vier Sorten Getreide eingebracht und nach Nienburg geholt: Wintergerste, Roggen, Triticale und Weizen. Damit sind wir für einige kommende Feste gerüstet:
- am 1. Oktober werden wir eine Erntekrone binden
- zum Gottesdienst am Erntedankfest werden wir im Altarraum der Kirche eine Getreidestiege aufstellen
- für den Weihnachtsmarkt können wir Strohhalme aufschlitzen, platt bügeln und daraus Strohsterne basteln
- für die Christvesper am Heiligen Abend hätten wir genügend Stroh, um in der Kirche einen Stall einzurichten.