Erntedankfest sollte zum ersten Mal 2004 in St. Michael mit einer Erntekrone gefeiert werden. Am Tage vorher war zu einem zweiten Nachbarschaftsfest eingeladen worden. Dabei wurde die Erntekrone gebunden. Keiner der Anwesenden hatte das bisher getan. Es zeigte sich aber, dass genug 'Naturtalente' der Einladung gefolgt waren. Die Organisation hatte der Kirchenvorsteher Wilhelm Biermann übernommen. Als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen in Nienburg pflegt er für die Gemeinde St. Michael sehr nützliche Kontakte.
Auf dem Bild unten ist das Team zu sehen, das die Erntekrone gebunden hat. Sieben Personen haben die Ähren abgeschnitten und in kleinen Sträußen zugereicht. Heinrich Schulze (links) und Ella Tuttahs (rechts mit dunkler Weste) haben die Krone gebunden. Am Ende blieb so viel Stroh liegen, dass damit das Krippenspiel für Weihnachten schon gesichert ist.
Das Fest beginnt
Der frühere Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Wolfgang Holz, begrüßte die Gäste des Abends. Zugleich leitete er auf den kommenden Tag über: zum Erntedankfest soll die Erntekrone in der Kirche präsentiert werden: als Symbol des Dankes von den Menschen her und als Zeichen der Würde und Hoheit Gottes, dem Geber aller guten und vollkommenen Gaben.
Speise reichlich
| Frau Helga Dohrmann (links) hatte mit Schülerinnen ein Abendessen als Büfett zubereitet - es war vorzüglich. |
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Nicht nur für den Gaumen, auch für die Augen war es köstlich. Die Auswahl war groß; jeder wurde satt. |
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| Die Tische, die auf dem Foto zu sehen sind, waren gut gefüllt mit Gästen des Festes. |
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Frau Pietsch (Klavier) sorgte mit Wolfgang Holz und Frau Reinicke für die musikalische Gestaltung des Festes. |
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| Ilka Rengstorf und Karin Lünstedt schneiden die Ähren vom Stroh ab. |
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Der Anfang ist gemacht. Das Gestell für die Krone hat sich bewährt und wird bewahrt. |
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| Das Getreide muss gut sortiert und aufgenommen werden, sonst läßt es sich nicht binden. |
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Sie haben die Erntekrone gebunden: Heinrich Schulze und Ella Tuttahs. |
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Frau Dohrmann mit Ihrem Team; sie haben das Mittagessen zum Erntedankfest zubereitet. |
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Vom Vorabend gab es noch bescheidene Reste am Büfett - sie waren auch einen Tag später noch lecker. |
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Heiße Suppe und frisches Brot - eine gute Mahlzeit. |
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Knapp ein Viertel der Besucher des Gottesdienstes waren zum 'Kirchenessen' geblieben. |
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Das Prachtsrück
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Unsere Erntekrone; sie war die Krone der zahlreichen Erntegaben. Gemeindeglieder hatten zum Gottesdienst Früchte aus Feld und Garten mitgebracht. Eine Krone ist Zeichen von Hoheit, Macht und Würde - Könige und Kaiser tragen eine Krone. Die Erntekrone ist Zeichen der Hoheit, Macht und Herrlichkeit Gottes: er hat die Welt geschaffen. Alles Leben kommt von ihm. Alles, was wächst und gedeiht in Feld und Garten - er läßt es wachsen und reifen. So will die Erntekrone uns an den Geber aller guten und vollkommenen Gaben verweisen, an Gott. Im Danken nehmen wir wahr, was wir sind und haben; wir freuen darüber, freuen uns am Leben. Dankend beugen wir einer Anspruchshaltung vor. Sie sieht auf das, was fehlt, beklagt die Defizite, sieht auf den Mangel und will immer noch mehr haben. Erntedank: wir vertrauen dem, der uns nicht alles gibt: Gott, der uns aber zukommen läßt, was wir zum Leben brauchen - auch durch Menschen, die mit uns teilen. |
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