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Festlicher Gottesdienst

Der Gottesdienst zum 10. Neujahrsempfang der Kirchengemeinde war erfreulich gut besucht. Er steht unter dem Thema der Jahreslosung aus 2. Korinther 12,9:

Kirchenkreiskantor Hartmut Reußwig an Orgel und E-Piano und Verena Nordbrock aus Marklohe mit der Querflöte haben den Gottesdienst und den anschließenden Neujahrsempfang musikalisch so gestaltet, dass es zusammengenommen fast ein kleines Konzert wurde.
Pasotr Heinrich Schulze verwies in seiner Predigt auf die Situation damals in Korinth: Wanderprediger, die sich selbst inzenierten und dabei doch nur Schaumschläger und Wichtigtuer waren, hatten die Gemeinde gegen Paulus aufgebracht. Und wenn er sich mit diesen Wanderpredigern - Paulus nennt sie zwei Mal "Überapostel" - schon rühmend vergleichen soll, so will sich Paulus seiner Schwachheit rühmen; denn "wenn ich schwach bin, dann bin ich stark!" Und die Begründung dafür liefert Jesus Christus mit dem Vers, der als Jahreslosung ausgewählt ist: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."
Solche Wichtigtuer und Schwätzer, die sich selbst immer in den Mittelpunkt stellen und inzenieren gibt es auch heute, im Zeitalter der Massenmedien, zuhauf. Oft werden sie als "Lichtgestalten" stilisiert. Doch verblasst der Glanz - manchmal sogar sehr schnell - dann können sie noch einige Zeit verzweifelt strampeln; sie gehen trotzdem schnell unter. Von den Wanderpredigern in Korinth weiß man heute nichts mehr. Paulus aber ist immer noch die Grundlage unserer Verkündigung von Jesus Christus und dem Heil, das er uns erworben hat.
Für uns in der Gemeinde ist es gut, dieser Zusage Christi zu vertrauen, uns gegenseitig bestärken und würdigen in dem, was wir leisten und können. Zugleich dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott auch aus unseren Fehlern und Schwächen Gutes wachsen lassen kann zum Heil der Menschen; denn seine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

Mitarbeitende der Kindertagesstätte waren in großer Zahl vertreten. Die Gäste hörten aufmerksam den Ausführungen von Karin Lünstedt, Vorsitzende des Kirchenvorstandes und Rolf Warnecke, stellvertretender Bürgermeister von Nienburg, zu.

Karin Lünstedt blickte auf die vielfältigen Aktivitäten der Kirchengemeinde im vergangenen Jahr zurück. Sie dankte allen, die das Gemeindeleben so engagiert mit gestalten. An regelmäßigen und besonderen Veranstaltungen sind vor allem zu nennen:

Danke

Karin Lünstedt dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die das Gemeindeleben so lebendig gestalten. Sie dankte ebenso herzlich den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die durch ihre freiwillen Gaben, vieles an kirchlichen Aktivitäten erst ermöglichen. So werden in den nächsten Tagen die Kirchentüren aus Spenden erneuert. Die Kirchturmuhr, die es aufgegeben hat, zu gehen und die Zeit anzuzeigen, wird jetzt endlich - nach langem Hin und Her mit dem kirchlichen Denkmalschutz - durch eine funkgesteuerte Uhr ersetzt; der Auftrag dazu ist erteilt.

Politischer Horizont

Der stellvertretende Bürgermeister Rolf Warnecke stellte die gute Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde und der GBN - Gesellschaft für Bauen und Wohnen in Nienburg - heraus. Im 'Grünen Eck' hat die GBN ein neues, sehr attraktives Wohnviertel errichtet, das sie noch um zwei Stadtvillen erweitern wird.
Das neue Gemäude für zwei Krippengruppen wird im Frühsommer 2012 fertiggestellt und die Kindertagesstätte damit erweitert. Er selbst und die Ratskollegen seiner Partei werden alles daran setzen, die Sanierung der Kindertagesstätte anschließend sofort zu beginnen - es ist bitter nötig.