Zum 1. Mal war Wolfgang Holz Zuhörer beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde St. Michael. Durch eine Erkrankung kann er zur Zeit sein Amt als 1. Vorsitzender des Kirchenvorstandes nicht ausüben; wir freuen uns sehr, dass er an den Veranstaltungen der Gemeinde wieder interessiert teilnimmt und sind sehr zuversichtlich, dass sich seine Gesundheit weiterhin bessert.
Wie kaum ein anderer im Nordertor hat Wolfgang Holz die Gemeinde St. Michael geprägt. Dafür sind wir sehr dankbar!
- Es wird immer enger beim Neujahrsempfang unserer Kirchengemeinde. Immer mehr Gottesdienstbesucher bleiben nach dem ersten Gottesdienst im neuen Jahr noch eine Weile in der Kirche und nutzen die Gelegenheit bei einem Glas Sekt oder Saft auf das vorangegangene Jahr zurückzublicken und einen Ausblick auf das, was im neuen Jahr kommt zu wagen. Leider konnte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Wolfgang Holz, der diese Aufgabe für den Kirchenvorstand in den vergangenen Jahren übernommen harte, in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen noch nicht wieder diesen Part übernehmen, umso mehr freute sich Karin Lünstedt, als stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, unter den zahlreichen Gästen, Gemeindemitgliedern und Freunden von St. Michael, auch Wolfgang Holz begrüßen zu können. (Willi Biermann)
Die Ansprache aus dem Kirchenvorstand hielt in diesem Jahr die 2. stellvertretende Vorsitzende, Karin Lünstedt.
Sie brachte einen eindrücklichen Rückblick auf das zu Ende gegangene Jahr mit allen Aktivitäten der Gemeinde.
Rolf Warnecke als stellvertretender Bürgermeister der Stadt würdigte die den Menschen zugewandte Arbeit der Kirchengemeinde im Nordertor und ging auf die wirtschaftliche und politische Situation Nienburgs ein. Wichtig ist ihm, dem Rat der Stadt und vor allem der Kirchengemeinde und dem Kirchenvorstand, dass der Neubau für drei Krippengruppen bald begonnen wird und danach die Sanierung der jetzigen Kindertagesstätte erfolgt.
- Karin Lünstedt dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern, die im vergangenen Jahr mitgeholfen haben, St. Michael zu einer lebendigen Gemeinde zu machen. Sie konnte auf eine große Anzahl erfolgreicher Veranstaltungen zurückblicken. Sie wies aber darauf hin, dass die Arbeit nur auf vielen Schultern verteilt bewältigt werden kann: “Ich hoffe, dass sich noch mehr Ehrenamtliche einbringen – für jeden gibt es eine Aufgabe.“ Als einen neuen Höhepunkt des Gemeindelebens freute sie sich über die Veranstaltung am 4. Advent mit Gottesdienst, Ausstellungen und Lesungen von prominenten Nienburger Bürgern: “Das gemeinsame Musizieren von Happy Jazz Paraders, Friederike Staffhorst und Gemeinde war wunderbar. Der stimmungsvolle Abschluss durch den Posaunenchor unter Leitung von Hartmut Reußwig machte Freude auf das bevorstehende Weihnachtsfest“.
- Sie konnte mit Stolz feststellen, dass sich die Bausubstanz von St. Michael in einem ausgezeichneten Zustand befindet. Ein kleiner Wermutstropfen dabei: Die aus statischen Gründen zurzeit eingeschränkte Möglichkeit, die Glocken von St. Michael über das Nordertor erklingen zu lassen. Aber im neuen Jahr werden sie dank vieler großer und kleiner Spenden die Gemeinde wieder in voller Klangfülle zu den Gottesdiensten rufen.
- Die Grüße der Stadt Nienburg überbrachte auch in diesem Jahr wieder ein „Junge aus dem Nordertor“: der stellvertretende Bürgermeister Rolf Warnecke. Er stellte seine Ausführungen unter den Leitgedanken, dass Werte die Welt bewegen können. “Wir können mit dem Jahr 2008 zufrieden sein. Nienburg hat eine gute Entwicklung genommen. Die Wirtschaft ist gewachsen, es wurden mehr Arbeitsplätze geschaffen,“ so sein Resümee zum abgelaufenen Jahr. Optimistisch blickte er, trotz der Finanzkrise, auf das kommende Jahr. Er sprach zahlreiche Projekte an, die speziell für das Nordertor in diesem Jahr realisiert werden. Er betonte dabei, dass das Geld zur Ankurbelung der Wirtschaft nur für wirklich sinnvolle Vorhaben eingesetzt werde: “Geschenke haben wir nicht zu verteilen!“ Immer noch nicht endgültig sicher ist, ob es einen schnellen Neubau des Krippenhauses auf einem Teil des Tennishallen-Geländes geben wird. „Wenn es so läuft, wie die Mehrheit des Stadtrates es zurzeit will, wird in diesem Jahr Baubeginn und im Jahr 2010 Fertigstellung sein. Anschließend wird das alte Kita-Gebäude saniert,“ zeigte er sich zuversichtlich. Er verschwieg allerdings nicht, dass es auch andere Meinungen gäbe und die Diskussion über den Krippenneubau durch die Abhängigkeit dieses Vorhabens von den grundsätzlichen Investitionsplänen erschwert würde.
- Eine Mieterbefragung der GBN hat ergeben, dass eine Großzahl der Mieter sich im Nordertor sehr wohl fühlt. „Dazu beigetragen haben auch die zahlreichen Aktivitäten und das soziale Engagement von St. Michael,“ lobte Rolf Warnecke die Funktion der Kirchengemeinde in diesem Stadtteil. In diesem Zusammenhang griff er den Gedanken der Partnerschaft von gemeinnützigen Einrichtungen und der Wirtschaft auf. Als Beispiel wies er auf die Weihnachtsstube hin:“ Die Weihnachtsstube wurde von der GBN finanziert und die Arbeit wurde von ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern geleistet. Das kann ein Modell für die Durchführung weiterer Vorhaben sein.“ Optimistisch beendete er seinen Ausblick auf 2009: „Das neue Jahr steckt voller Gelegenheiten, die es zu nutzen gilt!“ (Willi Biermann)
Der Neujahrsempfang hatte mit einem Gottesdienst begonnen. Anschließend blieben viele Menschen im Eingangsbereich der Kirche, um die beiden Ansprachen zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Damen aus dem Kreativkreis - es waren noch einige mehr da, als hier auf dem Foto zu sehen sind - haben die Gäste mit kühlen Getränken und Knabbergebäck gut versorgt.
- Personell wird es im kommenden Jahr einige positive Veränderungen geben. Herr Pastor Schulze wird in Zukunft auch für die Öffentlichkeitsarbeit des gesamten Kirchenkreises verantwortlich sein. Sicherlich auch eine Form der Anerkennung für die gute Arbeit, die er nicht nur auf diesem Gebiet in St. Michael leistet.
- Dafür wird ihn der neue Pastor in St. Martin Marco Voigt mit einer Viertelstelle bei der Gemeindearbeit in St. Michael entlasten.
- Frau Meike Müller, die bisher in der Nähe von Ritterhude als Vikarin tätig war, wird ihre Vikarzeit in St. Michael fortsetzen und in diesem Jahr abschließen. (Willi Biermann)









