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Ein grossartiges Geschenk

Anfang der achtziger Jahre hatte ein Gemeindeglied in Föhrste eine großartige Idee: "Wir fahren immer an unserer schönen Andreaskirche vorbei. Aber die Tür sieht aus, wie eine bessere Stalltür. Unsere Kirche sollte eine einladende Tür bekommen. Ich stifte der Kirche eine neue Tür."
Wir haben das Geschenk gerne angenommen. Wir haben im Kirchenvorstand und mit Fachleuten viel überlegt und lange beraten. Der Künstler Siegfried Zimmermann wurde einbezogen. Wir haben ihn beauftragt uns einen Entwurf für eine neue Tür zu erarbeiten. Vorgegeben haben wir das Anliegen der Stifterin: Es sollte eine einladende Tür werden. Als Grundlage für die Tür haben wir das Gleichnis vom großen Gastmahl ausgewählt, Lukas 14,15-24:

Die Einladung ist aufgenommen in den offenen einladenden Händen, die von oben her in die Supraporte hineinragen.
Gott selber lädt uns ein!
Er lädt uns ein zum Fest des Lebens, er bietet uns das Brot des Lebens (aufgenommen in den Ähren) und reicht uns den Kelch des Heils (wiedergegeben in den Trauben).

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Wie in der Supraporte sind die Bronzereliefs auf der Tür plastisch herausgearbeitet. Die vier Bronzegüsse sind in kreuzform auf der Kupfertür angeordnet. Die beiden Bilder links und rechts nehmen Motive aus dem Gleichnis auf:

Als aber einer das hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot ißt im Reich Gottes!
Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein.
Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!
Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
Und der zweite sprach: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
Und der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen.
Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn.

Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein.
Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.
Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, daß mein Haus voll werde. Denn ich sage euch, daß keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.






Ein Blinder und ein Gelähmter werden hereingeführt; sie nehmen die große Einladung an - die Einladung zum Leben!
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Die Tür ist offen - das Herz weit mehr!



Neben dem Blinden und dem Gelähmten hat Siegfried Zimmermann 'Die Große Sünderin' mit einem Relief auf der Tür aufgenommen (Bild unten): Christus ist nicht in die Welt gekommen, uns Menschen zu richten, sondern um uns zu retten.
Das Bild oben zeigt den Hausherrn mit zwei Dienern am gedeckten Tisch: "Geht und sagt den Geladenen, Kommt, denn es ist alles bereit."
Die Kirchentür in Föhrste - ein besonderes Geschenk: künstlerisch wertvoll und theologisch aussagekräftig.
Der Entwurf stammt von dem Bildhauer Siegfried Zimmermann in Hannover. Die Bronzereliefs wurden in der 'Italienischen Kunstgießerei Giuseppe Lotito' in Köln gegossen. Gefertigt wurde die Tür von dem Kunstschmied Günther Siebert in Pattensen. Am 1. Advent 1985 wurde sie mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht: ganz Föhrste war auf den Beinen!
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