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Besuch und Partnerschaft

Vom 19. Mai bis zum 3. Juni besuchte eine Delegation aus Pretoria unseren Kirchenkreis und unsere Gemeinden im Kirchenkreis Nienburg. Neben der Teilnahme am Kirchentag standen natürlich Besuche von kirchlich bedeutsamen Orten mit auf dem Besuchsprogramm:

Am Pfingstsonntag wurde in St. Martin in Nienburg ein großer Festgottesdienst gefeiert, mit hohen Gästen aus Politik und Kirche. Der stellvertretende Bürgermeister Rolf Warnecke, Herr Klaus Dera als stellvertretender Landrat und Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer aus dem Landeskirchenamt. Von Ihnen wurde in ihren Grußworte herausgestellt - ebenso auch vom früheren Nienburger Superintendenten Werner Monselewski - dass es in dieser Partnerschaft weniger um Geld und Gut geht, das hin und hergeschoben werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Menschen. Die Kontakte werden freundschaftlich gepflegt und die Beziehungen der Menschen zueinander sind entscheidend.

Die Predigt in diesem Gottesdienst hielt - wie schon vor vier Jahren - der Dean aus Pretoria, Mogomme Masoga. Er betonte die Einheit im Glauben. Sie erwächst aus der Einheit Gottes: ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott, der alles durchdringt und so in uns wirkt durch seinen Heiligen Geist.
Gerade in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die entwickelten Länder nicht die vorhandenen Rohstoffe in den Entwicklungsländern nur zu ihrem Vorteil nutzen. Vielmehr gilt es, einen gerechten Ausgleich zu schaffen, damit alle Menschen - egal welcher Hautfarbe, Rasse oder Volksgruppe sie angehören - ihr von Gott gegebenes Lebensrecht auch nutzen können.

Im Übergang vom Gottesdienst zu den Grußworten haben die Gäste aus Südafrika mit einem Lied die "norddeutsche" Gemeinde in Schwung gebracht. Dabei wurde wieder deutlich, wie sehr wir voneinander lernen können. Glaube ist nicht nur eine Sache für Kopf und Verstand. Der Glaube, die Beziehung zu Gott, umfaßt den ganzen Menschen; Leib und Seele, Herz und Verstand sind beteiligt.

Nach dem Gottesdienst wurde noch zu einem Empfang geladen; in gewohnter Weise gab es unter der Orgelempore Saft und Sekt bei einem regen Gedankenaustausch - dazu die folgenden vier Fotos:

Ein Video

Hier gelangen Sie zu einem Kurzvideo: Singing Pretoria in Nienburg
In der linken Spalte das Video anklicken und dann oben starten.

Ökumenischer Gottesdienst im Krankenhaus

Zum 25. Mal fand an diesem Pfingstmontag der Ökumenscihe Gottesdienst der Nienburger Kirchengemeinden satt - zum dritten Mal im Innenhof des Krankenhauses.
Die Krankenhauspastorin Maria Schulze-Bosshard konnte neben den zahlreichen Menschen aus den städtischen lutherischen Gemeinden Kreuzkirche, St. Martin, St. Michael und der katholischen Gemeinde St. Bernward auch ökumenische Gäste aus Südafrika begrüßen. Gerade das Pfingstfest ermutigt uns ja, über alle Unterschiede in Hautfarbe und Rasse, Nationalität und Herkunft hinweg einander als Brüder und Schwestern im Glauben zu achten, füreinander da zu sein und voneinander zu lernen.

PIM - Menschen in Bewegung Posaunenchor des Kirchenkreises
Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten in sehr unterschiedlicher Weise die Gesang- und Musikgruppe der katholischen Gemeinde PIM (Menschen in Bewegung) und der Posaunenchor des Kirchenkreises Nienburg. So gab es für die zahlreichen Gttesdienstbesucher Musikstücke zu hören und der Gesang der Gemeinde wurde festlich unterstützt.

Bevor der Gottesdienst beginnen konnte, musste der Kirchraum erst einmal eingerichtet werden. Aus allen beteiligten Gemeinden waren kräftige Männer zusammengekommen, Bänke zu transportieren und aufzustellen, den Altartisch zu schmücken und die Übertragung in die Krankenzimmer zu gewährleisten.


Pastor Frank-Peter Schultz (rechts in der Mitte sitzend zwischen Pfarrer Heinrich Metzner und Pastorin Maria Schulze-Bosshard) von der Kreuzkirche entfaltete in seiner Predigt das gewählte Thema des Gottesdienstes:

Ein häufiger Gedanke ist ja, dass etwas eingeschlossen und unzugänglich ist. Mit Pfingsten wird dies umgedreht: Gottes Geist öffnet Türen: die Tür zum Mitmenschen, die Tür zum Leben, die Tür zu Gott, zu einem Leben in der Liebe Gottes.

Vor Gebet und Segen wurde Dean Mogomme Masoga eingeladen, ein Grußwort zu sprechen; er lud die Gemeinde ein, die Freude des Festes erfahrbar zu machen in fröhlichen Gesichtern.
Marie Lechler übersetzte, als habe sie Dolmetscherin gelernt.

Eine große Gottesdienstgemeinde von mehr als 300 Menschen haben den Gottesdienst im Innenhof des Krankenhauses gefeiert. Der "Gottesdienstraum" ist einfach hervorragend: an drei Seiten von Gebäuden des Krankenhauses umgeben und nach Westen hin mit herrlichem Blick ins Grüne. Sehen Sie sich die Fotos unten einfach an: